Fünf Säulen der Identität bei Suchterkrankungen

Die fünf Säulen der Identität sind ein Modell, das zeigt, was uns im Leben trägt. Es macht sichtbar, wo Stabilität brüchig wird und wo Halt zurückkehren kann. Jede Säule steht für eine Ressource, die dir helfen kann, neu anzufangen.
Die fünf Säulen im Überblick
1. Leiblichkeit oder Gesundheit – Den Körper wieder spüren
Sucht entfremdet uns vom eigenen Körper. Bewegung, Schlaf und Ernährung helfen, wieder bei sich anzukommen.
Siehe auch: Kreative Therapie
2. Soziale Beziehungen – Verbindung statt Rückzug
Freundschaft, Vertrauen, ehrlicher Austausch. Diese Säule erinnert daran, dass Isolation nicht trägt.
Mehr unter: Selbsthilfegruppen
3. Arbeit und Leistung – Struktur und Sinn
Es geht nicht um Leistung im klassischen Sinne. Arbeit kann Halt geben, wenn sie Sinn, Tagesstruktur und Zugehörigkeit vermittelt.
4. Finanzielle Sicherheit – Äußere Stabilität aufbauen
Wohnraum, finanzielle Sicherheit, medizinische Versorgung. Dinge, die nach einer Krise wanken und die Schritt für Schritt wieder aufgebaut werden können.
5. Werte und Sinn – Einen inneren Kompass finden
Was gibt deinem Leben Richtung? Diese Säule lädt ein, deine Werte neu zu entdecken und daraus Verantwortung und Orientierung zu entwickeln.
Persönlich: Meine Geschichte
Warum das Modell hilfreich ist
Die fünf Säulen sind kein Test und kein Dogma, sondern ein Werkzeug. Sie helfen, sich zu fragen: Welche Säule trägt mich und wo bin ich ins Wanken geraten?
Fazit
Du musst nicht alle Säulen gleichzeitig im Griff haben. Oft reicht eine tragende Säule, um wieder aufzustehen. Schritt für Schritt, ehrlich und ohne Perfektion.